Der sympathische Radsportverein im Südosten von Berlin

| Vereinsgeschichte |

Liebe Radsportfreunde, hier erfahrt ihr alles über unsere Vereinsgeschichte.

Nach noch vorhandenen Urkunden kamen am 12. Mai 1897 auf Veranlassung des Kameraden Wilhelm Schulz folgende Herren zusammen, um einen Radfahrerverein zu gründen:

W. Schulz, W. Tietz, K. Schwarz, B. Müsken und R. Radatz.

In der nächsten Sitzung wurde der Verein "Radfahrer Verein Möwe Britz 1897" getauft. In dieser Sitzung trat noch Herr A. Haase dem Verein bei. Nun wurde eine Satzung ausgearbeitet und Abzeichen besorgt. Am 25. Juli konnte dann die erste Ausfahrt, sie führte nach Schmöckwitz, stattfinden. Bereits am 10. Oktober 1897 veranstalteten die Möwen das erste "Rennen": Es war eine Schnitzeljagt. Der 1. Preis war eine große Luftpumpe, der 2. Preis eine Zugklingel und der 3. Preis eine Radfahrerkarte der Provinz Brandenburg! Immerhin war diese Veranstaltung so erfolgreich, dass sechs neue Mitgleider dem Verein beitraten.



Bannerweihe 1900, am 1. Juli

Die ersten sportlichen Aktivitäten waren gemeinsame Ausfahrten, vereinsinterne Rennen und die Teilnahme an Korsofahrten. So waren die ersten Erfolge auch auf dem Gebiet des Reigen- und Kunstradfahrens zu vermelden. So kam es, dass Möwe Britz bereits vor dem 1. Weltkrieg über die Grenzen Berlins hinaus ein Begriff war. Zum Glück konnte nach Kriegsende an diese Entwicklung angeknüpft werden. Der Verein hatte in den "goldenen" Zwanzigern über 100 Mitglieder und schaffte sich 1924 sogar eine eigene Vereinszeitung an. In dieser Zeit wurden zum Teil traditionelle Veranstaltungen eigeführt: Der Bauernball der Möwen, das Eisbeinessen vor dem Bußtag und der Ochsentee am 1. Weihnachtstag.

Aber auch sportlich gab es großer Erfolge. So war Willy Kutschbach einer der erfolgreichsten Tour-de-France Fahrer und auch bei anderen Rennen häufig unter den ersten Fahrern anzutrefen.



Radkorso 1925

Der Zweite Weltkrieg riss eine große Lücke in den Verein. 22 Vereinsmitglieder überlebten ihre Militärzeit nicht. Das Vereinsmaterial wurde fasst vollständig durch die alliierten Luftangriffe vernichtet. Aus diesen Gründen war der Neuanfang am 31. März 1949, nach Aufhebung des Verbots für Sportvereine durch die Alliierten, sehr schwierig. Durch das große Engagement der Vereinsmitglieder gelang jedoch ein erfolgreiches Wiederbeleben der Vereinstätigkeiten. Es gab wieder Straßenrennen, Radball wurde wieder gespielt und natürlich fuhren auch die "Britzer Reigenmädchen" wieder. Sogar Olympiaausscheidungen wurden von Möwe-Britz veranstaltet und in Britz durchgeführt.

Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung Ende der 50er Jahre schwand das Intreresse am Rad fahren. Es kamen kaum neue Mitglieder zum Verein, Mitgliederschwund setzte ein. Einzig die Reigenfahrerinnen und die Radballer hielten Möwe-Britz die Treue. Die Damen wurden zweimal Deutscher Meister im Kunstreigenfahren. Die Radballer zwischen 1963 und 1980 elfmal Berliner Meister, zweimal Norddeutscher Vizemeister und einmal 3. der Norddeutschen Meisterschaft.

Mit der Hinwendung zum Breitensport (Wanderfahrten und Rad-Touren-Fahrten) erhielt der Verein neuen Auftrieb und neue Mitglieder. Bei zahlreichen Veranstaltungen erstrampelten sich die Möwen viele Punkte und Pokale. VERWEISE !!! Wanderfahrten und Rad-Touren-Fahrten !!!!

Einen weiteren Auftrieb erhielt der Verein mit der Deutschen Einheit. Durch die Möglichkeit, das Berliner Umland mit dem Rad zu "erfahren" und die größeren RTF, die endlich über das Stadtgebiet hinaus gehen konnten, stieg der Bekanntheitsgrad der Möwen wieder weit über Berlin hinaus. Wie andere Berliner Vereine auch, nahmen die Fahrerinnen und Fahrer von Möwe-Britz sofort ausgiebig die Gelegenheit wahr, an Radsportveranstaltungen in den "neuen" Bundesländern und in den östlichen Bezirken Berlins teilzunehmen.

Nach längerer Pause werden seit 1984 auch wieder Rennen veranstaltet. Die Teilnehmer kommen hauptsächlich aus dem Bundesgebiet, aber auch aus dem grenznahen Ausland. VERWEISE !!! Wanderfahrten und Rad-Touren-Fahrten !!!!